Archiv der Kategorie: Prüfen & Reparieren

F3 (Fight Fake Flash)

Tools zum Testen von Flash-Speichern (USB-Sticks, SD-Karten etc.)

f3write, f3read

Ausführlicher Test des Speichers. Zunächst werden Daten mit f3write geschrieben und anschließend mit f3read verifiziert:

f3write /media/user/device/
f3read /media/user/device/
  • Den Pfad entsprechend dem Mountpunkt anpassen.

Hierbei wird das selbe Dateiformat verwendet, dass auch das Windows-Tool h2testw.exe (link) der c’t verwendet.

f3probe

Schneller Test der real vorhandenen Größe.

Dabei werden sowohl alle Daten auf dem Speicher als auch die Formatierung überschrieben!

Alle Partitionen des Datenträgers zuvor ausbinden:

sudo umount /dev/sdxn

Das Device „/dev/sdxn“ entsprechend aller eingebundenen Partitionen anpassen.

sudo f3probe --destructive --time-ops /dev/sdx
  • Das Device „/dev/sdx“ entsprechend anpassen.
    Achtung, das angegebene Device wird unwiderruflich gelöscht!

f3fix

Erzeugt eine (unformatierte) Partition, die der tatsächlichen Speichergröße entspricht. Hierfür können die Ergebnisse von f3probe verwendet werden. (Alle Partitionen des Datenträgers müssen zuvor ausgebunden werden – siehe f3probe).

sudo f3fix --last-sec=16477878 /dev/sdx
  • Der „Letzte Sektor“ (–last-sec) des tatsächlich zur Verfügung stehenden Speichers wird von f3probe ausgegeben (Zeile „Usable size:“, dort die Zahl direkt vor „blocks“).
  • Das Device „/dev/sdx“ entsprechend anpassen.

Anmerkung: Sofern f3fix meldet, dass die Anpassungen nicht an den Kernel gemeldet werden konnten, muss der Speicher einmal ausgesteckt und wieder eingesteckt werden, bevor er formatiert werden kann.

Anschließend kann die Partition formatiert werden:

sudo mkfs.fat /dev/sdx1
  • Das Device „/dev/sdx1“ entsprechend anpassen.

Festplatten mit LVM reparieren

Festplatten, die mit dem Logical Volume Manager formatiert sind lassen sich mit einer Live-CD nicht so leicht einbinden. So löst man das Problem:

Mit lvm vgscan -v die Volumes anzeigen.

Dann mit lvm vgchange -a y aktivieren.

Nun kann man die logischen Laufwerke sehen: lvm lvs --all .

Dann kan man sie mounten: mount /dev/vg_centhost/LogVol00 /mnt/

e2fsck

ext2/ext3-Dateisysteme überprüfen

  • e2fsck -f /dev/xxx erzwingt einen Dateisystemtest auf dem Dateisystem /dev/xxx
  •  e2fsck -b Blocknummer  Falls der Superblock defekt ist, kann der Ersatz-Superblock im Block „Blocknummer“ verwendet werden. Diese Blocknummer kann mit  mke2fs -n /dev/xxx 
    ermittelt werden.
  • e2fsck -fD /dev/xxx stellt bereits existierende Dateien auf dir_index
    um. Zuvor muss diese Option mit tune2fs
    aktiviert werden. Weiterhin werden beim Aufruf dieser Option ungültige Einträge aus den Verzeichnisdateien gelöscht (die Namen gelöschter Dateien bleiben dort nämlich gespeichert) und die Baumstruktur der Dateinamen wird neu aufgebaut. Dies bringt deutliche Geschwindigkeitsvorteile bei Verzeichnisoperationen.