NFS

 

Linux-Dateisysteme im Netzwerk.

Installation: sudo apt-get install nfs-common nfs-kernel-server

NFS-Server

/etc/hosts

/etc/exports

Die IDs des Users und der Gruppe können mit dem Befehl id ermittelt werden.

Es können auch IP-Bereiche definiert werden. Siehe hierzu das Kapitel IP-Adressen.

Server neu starten

exportierte Verzeichnisse kontrollieren
Die exportiereten Verzeichznisse können mit sudo exportfs oder showmount -e kontrolliert werden. Aktive Verbindungen zeigt showmount -a an.

NFS-Client

/etc/hosts

/etc/fstab (Beispiele)

Erklärung der Mountparameter:

  • _netdev: das Dateisystem wird erst eingebunden, sobald eine Netzwerkverbindung steht
  • user: auch normale Benutzer können das Dateisystem einhängen
  • noauto: das Dateisystem wird nicht automatisch eingebunden (wichtig, da ansonsten der Rechner beim booten ewig hängt, sofern die NFS-Freigabe nicht vorhanden ist
  • rw: das Dateisystem wird schreibbar eingehängt

Die fstab mit mount -a neu einlesen.

Bei Systemen mit systemd müssen die Einträge der fstab wie im entsprechenden Artikel beschrieben angepasst werden.

Unter Xfce werden die Freigaben bim Login automatisch eingebunden, wenn folgende Datei erstellt wird:
~/.config/autostart/mountnfs.desktop

Anzeige der gemounteten Freigaben
showmount

NFS von Hand starten

Vorraussetzungen bei NFS von Hand: Die Datei /etc/exports wurde bereits editiert und die zu exportierenden Verzeichnisse freigegeben.

Portmapper starten /etc/init.d/portmap start

Nun den Mount-Daemon starten. Nun werden die exportierten Verzeichnisse („shares“) für die anderen sichtbar. rpc.mountd

Starten des NFS-Daemon für den eigentlichen Filezugriff rpc.nfsd

Mit rpcinfo kann jederzeit die Verfügbarkeit der NFS-Dienste überprüft werden:  rpcinfo -p server

NFS in einem Script mounten

Soll eine NFS-Freigabe in einem Script gemountet werden so hilft folgendes Script. Hierbei wird das Script nur fortgeführt, sofern die Einbindung erfolgreich war. Weiterhin bleibt dieses Script auch nicht ewig hängen, wenn die Freigabe nicht zur Verfügung steht. Es wird bei diesem Script davon ausgegangen, dass die Freigabe in der fstab (siehe oben) eingetragen ist.

NFS-Laufwerke vor dem Standbybetrieb (Suspend, Hibernate) ausbinden

Siehe auch: http://wiki.ubuntuusers.de/pm-utils

Unter Ubuntu werden die Skripte unter /etc/pm/sleep.d (so genannte Hooks) vor und nach dem Standby ausgeführt. (Achtung: Die Skripte müssen dem user root gehörten, sonst werden sie nicht ausgeführt!)
Hier ein Beispiel für das automatische mounten und unmounten von NFS-Laufwerken:

Hierbei wird das Einbinden der Laufwerke über das separate Skript „mountnfs“ ausgeführt. Dies hat folgende Vorteile:

  • Wenn die NFS-Laufwerke nicht verfügbar sind, bleibt das hook-Skript sonst an dieser Stelle hängen und das „Aufwachen“ bleibt ebenfalls hängen.
  • Der Networkmanager von Ubuntu startet die Netzwerkverbindung erst nach Abarbeiten dieser Skripte.
  • Getrennt werden prinzipiell alle NFS-Laufwerke (auch von Hand eingebundene), neu gemountet werden jedoch nur die notwendigen Standard-Laufwerke aus den Skript mountnfs. Somit reicht ein zentrales Skript in dem die NFS-Laufwerke eingetragen werden.

Das Skript mountnfs muss selber erstellt werden (siehe Beispiel oben).

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